pleronaut02zeuge-ouroboros
pleronaut05simkartelichtgeist-ouroboros
pleronaut04wegweiserlichtgeist-ouroboros

Pleroma + Naut = Pleronaut

Der Pleronaut

Ein Reisender, der nicht fortwill – sondern sich erinnert.

Die drei Freunde des Pleronauten

Drei Freunde begleiten den Pleronauten: Vogel, Schlange und Schildkröte. Sie verbinden auf seinem Weg gnostische Selbsterkenntnis mit stoischer Lebenskunst.

Der Pleronaut zwischen offenem Vogelkäfig, Schlange und Schildkröte unter einem leuchtenden Sternenhimmel
Die drei Freunde des Pleronauten: den Käfig erkennen, erwachen und frei bleiben.

Der Vogel

Den eigenen Käfig erkennen

Der Vogel zeigt ihm, dass er selbst im Käfig sitzt. Was er für seine ganze Welt hielt, hat Grenzen. Die Erinnerung an seine Flügel weckt die Sehnsucht nach Freiheit.

Die Schlange

Erwachen und sich erinnern

In der gnostischen Bildwelt weckt die Schlange Erkenntnis. Sie ermutigt ihn, Täuschungen zu durchschauen und sich an seinen göttlichen Funken zu erinnern.

Die Schildkröte

Frei bleiben lernen

Die Schildkröte bringt die Stoa in seinen Alltag: Was liegt in meiner Macht? Was darf ich loslassen? Sie hilft ihm, gelassen zu bleiben und mutig zu handeln.

Gnosis und Stoa haben ihre eigenen Weltbilder. Auf meinem Weg begegnen sich ihre Fragen: sich an das innere Licht erinnern, bewusst handeln und loslassen lernen.

Name und Bildsprache

Pleroma bezeichnet in der Gnosis die göttliche Fülle, -naut den Reisenden. Der Pleronaut sucht die Erinnerung an seine geistige Heimat.

Der Körper ist der Raumanzug.
Die Seele ist die Bord-SIM.
Der Geist ist der Reisende.

Die Bord-SIM trägt Persönlichkeit, Gefühle und Erinnerungen; der Bordcomputer steht für erlernte Programme. Der Reisende lernt, seine Ausrüstung bewusst zu nutzen und gut für sie zu sorgen. Und gelegentlich putzt er einfach das Visier.

Die Zeugenübung kennenlernen

Wie alles begann

Als Bestatter und Trauerredner erlebe ich, wie Namen, Rollen und Lebensgeschichten im Angesicht des Todes an ihre Grenze kommen. Daraus wuchs meine Frage: Wer bin ich vor dem Tod?

Die Gnosis führte mich zum Bild des Vogels im Käfig und zu meinem Buch «Der Vogel, der vergass, dass er fliegen konnte». In meinen Büchern über Schlange und Schildkröte vertiefte ich die Fragen nach Erkenntnis, Freiheit und stoischer Lebenskunst.

Aus diesem persönlichen Weg entstand der Pleronaut. Ich erzähle, was mich bewegt – und lade dich ein, selbst zu prüfen und deinen eigenen Weg zu entdecken.

Die zehn Erkenntnisse des Pleronauten

Für alle, die tiefer einsteigen möchten: zehn Gedanken zu meinem persönlichen, gnostisch geprägten Weltverständnis.

Die zehn Erkenntnisse aufklappen

1. Ich trage ein göttliches Licht in mir.

Dieses innere Licht nennen wir EPI. Es erinnert mich an meinen göttlichen Ursprung und an das, was ich im Innersten bin.

2. Ich bin mehr als mein Körper, meine Gedanken und meine Geschichte.

Mein Körper ist mein Raumanzug. Meine Rollen sind Aufgaben auf dieser Reise. Doch wer ist der Reisende darin?

3. Die sichtbare Welt ist nicht meine wahre Heimat.

Ich lebe hier, doch mein Ursprung liegt im Pleroma – der göttlichen Fülle. Mein Heimweh weist über diese Welt hinaus.

4. Der Schöpfer dieser Welt ist nicht meine höchste göttliche Quelle.

Ich unterscheide zwischen dem Demiurgen, dem Gestalter dieser unvollkommenen Welt, und dem wahren göttlichen Ursprung jenseits ihrer Grenzen.

5. Ich muss diese Welt nicht erlösen, um meinen Weg zu finden.

Ich erwarte von ihr keine endgültige Vollkommenheit. Trotzdem kann ich Leid lindern, Menschen beistehen und liebevoll handeln.

6. Ich überlasse der Angst nicht die Führung.

Angst kann meine Aufmerksamkeit binden und mich lenkbar machen. Ich lerne, sie wahrzunehmen, ohne ihr jede Entscheidung zu überlassen.

7. Der Tod bedeutet für mich nicht automatisch Befreiung.

In meinem Weltverständnis endet die Möglichkeit der Täuschung nicht mit dem Körper. Deshalb beschäftige ich mich schon im Leben mit Bewusstsein, Erkenntnis und innerer Freiheit.

8. Ich prüfe auch das, was mir Erlösung verspricht.

Ein helles Auftreten, grosse Worte oder spirituelle Autorität machen etwas noch nicht wahr. Ich darf fragen, zweifeln und unterscheiden.

9. Niemand kann mir meine Erkenntnis abnehmen.

Bücher, Lehrer und Seminare können mich anregen. Doch die Frage «Wer bin ich?» muss ich selbst erforschen. Auch die Aussagen des Pleronauten darf ich prüfen.

10. Mein Weg nach Hause beginnt nach innen – und mitten im Leben.

Ich suche die Verbindung zu EPI bereits jetzt. Dabei gehören Mitgefühl und Humor zur Reise: Ich nehme mich selbst und diese Welt nicht allzu ernst.

Alle Bücher zu meinem Weg findest du gesammelt in der Bordbibliothek.

ZUR BORDBIBLIOTHEK